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Wie funktioniert ein Investmentfonds?

Bei einem Investmentfonds wird das Geld der Anleger durch die Investmentgesellschaft angelegt. Die Anleger dieser Fonds erhalten Anteilscheine am Fondsvermögen. Dieses Sondervermögen, das von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet wird, kann in Wertpapieren oder Immobilien angelegt werden. Das mit einem einzelnen Wertpapier verbundene Risiko wird dadurch vermindert, dass viele verschiedene Wertpapiere gekauft werden. Investmentfonds unterliegen natürlich den allgemeinen Schwankungen an den Kapitalmärkten.

Investmentsparen in Deutschland

In Deutschland über Jahre hinweg stiefmütterlich behandelt, hat der bekannte Investmentfondstyp, der kraft Gesetzes die ausgegebenen Anteilscheine täglich zum jeweiligen Tageswert zurücknimmt, und bereits in den fünfziger Jahren erstmals in Deutschland aufgelegt wurde, in den letzen Jahren mehr und mehr an Popularität gewonnen.

Bereits im Jahre 1950 wurden in Deutschland die ersten beiden Investmentfonds angeboten, wobei dies wohl nur einem kleinem elitären Kreis vorbehalten war. Über ein Jahrzehnt waren Aktienfonds die einzige Investmentfondsgruppe. Das Fondssparen hat, nicht zuletzt durch die Förderung einer Beteiligung am Produktivkapital aufgrund des 5. Vermögensbildungsgesetzes, einen zunehmenden Verbreitungsgrad gefunden. In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre kam es zu einem regelrechten Boom bei Investmentfonds. Durch neue Fondsprodukte, die zum Teil sehr spezielle Anlageschwerpunkte haben, boten und bieten die Kapitalanlagegesellschaften den Anlegern die Möglichkeit, sich an neuen und für viele schwer zugänglichen Märkten zu beteiligen. So entstand im Laufe der Jahre eine breit gefächerte Anlagepalette für den Investmentsparer.




Es gibt Fonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland, die durch die Beteiligung am Produktivkapital der deutschen Wirtschaft an deren Wachstum partizipieren. Die meisten Fonds investieren jedoch in die ausländischen Märkte. Dies ist eine Entwicklung, die um 1960 begann. Dem Anleger wurde zunächst der europäische und danach der transatlantische Anlageraum erschlossen. Während eine Reihe von Fonds mit Anlageschwerpunkt Ausland einer breiten Streuung der Anlagegelder über mehrere Länder und Branchen den Vorzug gibt, nutzt die Mehrzahl der auslandsorientierten Fonds selektiv die Chance spezieller Märkte, Länder oder Regionen.

Auch der Gesetzgeber hat durch die bereits im März 1990 in Kraft getretene Novellierung des KAGG dieser Entwicklung Rechnung getragen. Wertpapierinvestmentfonds ist es seitdem gestattet, Wertpapiere an jedem ausländisch organisiertem Markt zu erwerben, der anerkannt und für das Publikum offen ist. Voraussetzung ist die Erwähnung in den Vertragsbedingungen. Damit wird sichergestellt, dass den vielfältigen Anlegerwünschen nach einer Beteiligung an chancenreichen Märkten besser entsprochen werden kann.

Heute kann ein Investmentsparer über die Wahl eines entsprechenden Fonds einem Fondsmanager überlassen, wann in welcher Branche oder Region der Welt sein Geld investiert sein soll, oder er kann diese Entscheidung durch die Wahl eines "Spezialitätenfonds" selbst treffen.

Die Entwicklung des Fondsvermögens

Die deutsche Investmentbranche ist in den letzten Jahren dynamisch gewachsen. Das Fondsvermögen der Publikumsfonds, die von jedermann erworben werden können, und Spezialfonds, die vor allem für institutionelle Anleger gedacht sind, und ausländischer Fonds deutscher Provenienz ist allein in der Zeit Ende 1990 bis Ende 2000 von 129 Milliarden Euro auf 932 Milliarden Euro gestiegen.

 
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